. Gemeinde Fridolfing

Salzachklinik Fridolfing im Detail

22.10.2018

Wiederbelebung mit Defi und Herzdruckmassage – Nichts zu tun ist das Schlechteste!

Übung der Herzdruckmassage

Übung der Herzdruckmassage

Vortrag von Dr. Rehme

Vortrag von Dr. Rehme

Kleines Dankeschön für den Vortrag

Kleines Dankeschön für den Vortrag

Praxisbezogener Vortrag von Dr. Rehme an der Salzachklinik

Die Salzachklinik Fridolfing hatte im Rahmen ihrer Präventionsarbeit zu einem Vortrag mit dem Thema „Reanimation und Defibrillator – rufen, drücken, schocken“ eingeladen. Der Referent Dr. med. Ullrich Rehme, Facharzt für Chirurgie und Notarzt, erläuterte anschaulich, was im Ernstfall zu tun ist. Beim Auffinden einer nicht ansprechbaren Person, die nicht atmet, sofort ein Notruf unter der Telefon Nr. 112 abzusetzen. Möglichst zeitgleich soll mit der Herzdruckmassage begonnen werden.  Hier gilt die Regel 30:2 – 30 mal drücken und 2 mal beatmen. Wobei Dr. Rehme ausdrücklich darauf hinwies, dass das Drücken entscheidend ist und man das Beatmen aus welchen Gründen auch immer weglassen darf. Der Druckpunkt für die Herzdruckmassage liegt in der Mitte des Brustbeins. Es werden beide Hände übereinander gelegt und mit durchgestreckten Armen wird kräftig und zügig gedrückt. In einigen Firmen und öffentlichen Einrichtungen stehen mittlerweile auch mobile Defibrillatoren zur Verfügung. Anhand eines solchen Gerätes zeigte Dr. Rehme die Reanimation mittels Defi. Zuerst wird das Gerät aufgeklappt. Damit schaltet es sich automatisch ein und beginnt, mit dem Helfer zu sprechen. So erteilt der Defibrillator klare Anweisungen, wie die Kleidung am Oberkörper des Verletzten entfernt und die beigefügten Sensoren aufgeklebt werden müssen. Wichtig sei es, so der Referent, dass der Helfende keine Scheu hat. „Das Schlechteste ist es, nichts zu tun.“

Im Anschluss an den Vortrag nahm sich Dr.  Rehme viel Zeit für die Fragen der Zuhörer. Außerdem hatte jeder die Gelegenheit, an einem Dummy (Puppe), die richtige Herzdruckmassage zu probieren.  Dr. Rehme freute sich besonders darüber, dass jemand unter den Zuhörern war, der von ihm mittels Defi wiederbelegt worden war und dem es heute sehr gut geht. Er betonte abschließend nochmals ausdrücklich, wie wichtig es sei, dass die Rettungskette funktioniert, d. h. dass der Notruf abgesetzt wird und dass die Herzdruckmassage so lange fortgeführt wird, bis der Notarzt übernimmt.  „Mit jeder Minute, wo nichts gemacht wird, sinkt für den Patienten die Überlebens-Chance. Deshalb ist es entscheidend, dass Ersthelfer was tun.“ appellierte Dr. Rehme. 

Im Namen der Salzachklink bedankte sich die stellvertretende Stationsleitung Johanna Hummelberger mit einem kleinen Geschenk für den interessanten Vortrag.