. Gemeinde Fridolfing

Die Schilddrüse - Erkrankungen und Operation

Schilddrüsenerkrankungen

Das ist die Schilddrüse - zentrale Rolle im Stoffwechsel

Das schmetterlingsförmige Organ befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und produziert die jeweils notwendige Menge an Schilddrüsenhormonen, die eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielen. Die Schilddrüse regelt den Wärme- und Energiehaushalt.

Untersuchung der Schilddrüse - Ultraschall / Blutwerte / Szintigramm

Studien besagen, dass jeder Dritte an einer Funktionsstörung der Schilddrüse leidet. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung, stehen drei Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Beim Ultraschall der Schilddrüse lässt sich erkennen, ob Knoten vorhanden sind, ob Gewerbe eventuell unregelmäßig ist oder ob Anzeichen einer Entzündung sichtbar sind. Durch eine Blutuntersuchung wird festgestellt, ob die Schilddrüse richtig arbeitet. Auf Empfehlung des Arztes wird ein Szintigramm zur Funktionsuntersuchung durchgeführt.

Über- und Unterfunktion der Schilddrüse

Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion (Autonomie) leiden oft an Unruhe, Zittern und Reizbarkeit. Wird die Person nicht behandelt, kann die Überfunktion das Herz in Mitleidenschaft ziehen und lebensgefährlich werden.

Bei einer Unterfunktion werden alle Körperfunktionen heruntergefahren. Betroffene fühlen sich geistig und körperlich schlapp. Sie sind nicht mehr leistungsfähig.

Autoimmunentzündung - Weg in die Unterfunktion

Antikörper richten sich hier aus bisher ungeklärten Gründen gegen die Schilddrüse. Dadurch gehen die Zellen zugrunde, sie produzieren keine Hormone mehr und der Betroffene rutscht immer tiefer in die Unterfunktion.

Deshalb muss Schilddrüsenhormon ersetzt werden und die Schilddrüsenfunktion anhand der Blutwerte regelmäßig kontrolliert werden.

Schilddrüsenoperation

Die Szintigrafie, Sonografie - kalte und heiße Knoten

Hierbei wird die Stoffwechselaktivität der Schilddrüse untersucht. Man erlangt Erkenntnis darüber, wie viele Hormone der Körper im Bereich der Schilddrüse produziert. Zusammen mit der Sonografie lassen sich heiße und kalte Knoten diagnostizieren. Wenn eine Umwandlung von gesundem Schilddrüsengewebe vorliegt, das keine Hormone mehr produziert, handelt es sich um einen kalten Knoten. Ein heißer Knoten ist Gewebe, das unabhängig vom Regelkreis Hormone produziert, weshalb man es auch autonom nennt.

Die OP an der Schilddrüse

Operieren muss der Arzt, wenn knotige Veränderungen in der Schilddrüse vorliegen. Diese Knoten sind meist kalte Knoten. Diese sind nur bei drei bis fünf von hundert Fällen bösartig. In der Regel muss dann operiert werden. Die Heilungschancen sind sehr gut.

Eine Schilddrüsen-OP dauert circa 60 bis 90 Minuten und findet unter Vollnarkose statt.

Nach der Schilddrüsenoperation - Einschränkungen, Sport, Nachuntersuchung

Der gesamte Aufenthalt im Krankenhaus dauert meist zwischen drei und fünf Tagen. Nach der Operation tauchen bei vielen Patienten Schluckbeschwerden oder Halsweh auf. Am ersten Tag ist leichte Kost möglich, am nächsten Tag kann der Patient schon wieder ganz normal essen.

Medikamente lindern die Schmerzen. Eine Kombination aus Jod und Schilddrüsenhormone schützen das verbliebene Schildddrüsengewebe. Drei bis vier Wochen nach der Operation wird bei der Nachuntersuchung die Stoffwechsellage durch Blutabnahme kontrolliert.